Seit Januar 2025 entsteht in Leipzig ein neues großes Wörterbuch des Akkadischen. In der neuen Folge geben wir einen Einblick in die Arbeit daran, die Gründe für ein solches Vorhaben und die Schwierigkeiten dabei.
Soundediting: Taichuan Tang
Soundeffekte (von Pixabay):
Desert Sun – Sound Effect by drmseq
Abbildung: Wörterbücher und Tontafel; Design Janine Wende.
Das Wort „hašḫūru“ hat tatsächlich keine Verwandten? Das hat mich etwas überrascht, denn wir Assyrer sagen noch heute „Habusho“ bzw. „Khabusha“ für den Apfel.
Ich bin allerdings kein Sprachwissenschaftler und kann die wissenschaftlichen Kriterien und Methoden, nach denen solche sprachgeschichtlichen Zusammenhänge beurteilt werden, nicht einschätzen.
Die Ähnlichkeit ist dennoch bemerkenswert und würde mich sehr dafür interessieren, wie sie aus wissenschaftlicher Sicht erklärt wird.
Danke für den interessanten Hinweis!
Das aramäische Wort ḥabbūš hat mit dem akkadischen ḫašḫūru aber nichts gemein, außer dass es ähnlich anlautet und ein š enthält. ḫašḫūru dürfte seiner Morphologie nach (4 Konsonaten ohne erkennbare Nominalform) nicht-semitischer Herkunft sein. Es erscheint auch im Sumerischen des 3. Jahrtausends und wurde wahrscheinlich in beiden Sprachen aus einer dritten, uns unbekannten, entlehnt. Ob es sich tatsächlich um den „Apfel“ handelt, lässt sich derzeit weder sicher beweisen noch widerlegen.